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1. Februar 2013

Studie Quecksilber aus Energiesparlampen

In einer neuen Studie klärt das büro für umweltchemie die Risiken durch Quecksilber-Emissionen bei der Entsorgung von Energiesparlampen ab. Im Auftrag der Stiftung Licht Recycling Schweiz SLRS wurden die Quecksilber-Emissionen beim Bruch einer Energiespalampe kontinuierlich gemessen. Ein Film dokumentiert die Messungen. Die Studie wird im ersten Semester 2013 veröffentlicht.

Das Standbild aus dem Film über die Messungen zeigt links die Messituation in der Verteilzentrale eines Grossverteilers. Die Messung erfolgte im Zwischenlager für die gesammelten Leuchtmittel. Rechts wird simultan die Anzeige des Messgerätes eingeblendet. Das Messgerät misst die Quecksilberkonzentration kontinuierlich in der Luft unittelbar an der Bruchstelle. Mit dem gewählten Vorgehen kann der Konzentrationsverlauf nach dem Bruch direkt nachverfolgt werden. Es zeigte sich eine sehr kurz anhaltende Konzentrationsspitze mit schnellem Rückgang auf nur noch leicht erhöhte Werte.

Film_Messung_Bruch_Web

 

Der Bericht ordnet die Messergebnisse toxikologisch ein. Zudem werden die Emissionen in der Sammlung und Verarbeitung von Leuchtmitteln abgeschätzt und im Vergleich zu anderen Quecksilber-Emissionen eingeordnet. Zum Schluss werden Empfehlungen zu den angemessenen Massnahmen für eine sichere Entsorgung von Energiesparlampen erarbeitet.


18. Mai 2012

Bahn frei für die Realisierung des MCS Gebäudes in Zürich-Leimbach

Seit  dem Wettbewerbsverfahren ist das büro für umweltchemie an der Entwicklung des europäischen Pionier-Projektes beteiligt. Wir überprüfen die Materialwahl für das MCS-Gebäude und stellen sicher, dass Materialien verwendet werden, die keine flüchtigen Substanzen an die Raumluft abgeben. Wenn dies wegen mangelnder Alternativen nicht möglich ist, führen wir Baustofftests mit MCS-Betroffenen durch, um die verträglichsten Materialien zu identifizieren. Wir haben diese Baustofftests konzipiert und werten die Ergebnisse aus.

Menschen mit multiplen chemischen Sensitivitäten leiden in herkömmlichen Gebäuden unter zahlreichen Beschwerden, die durch chemische Substanzen in der Raumluft ausgelöst werden können. Für diese Menschen realisiert die Wohnbaugenossenschaft gesundes Bauen MCS ein MCS-gerechtes Mehrfamilienhaus in Zürich-Leimbach. Die Stadt Zürich stellt das Grundstück in Zürich-Leimbach im Baurechtsvertrag zur Verfügung, der Stadrat hat am 9. Mai den entsprechenden Bautrechtsvertrag verabschiedet. Sie unterstützte bereits den Projektwettbewerb. Im Sommer 2013 soll das MCS-Wohnhaus bezugsbereit sein.